Osteopathie – Aufmerksamkeit ist Energie

Immer wieder werde ich in meiner Praxis gefragt: „Was machen Sie da eigentlich? Ist das Energiearbeit?“
Eine berechtigte Frage – und doch nicht leicht zu beantworten. Denn auch wenn der osteopathische Ansatz auf den ersten Blick sehr körper- und strukturorientiert ist, berührt er etwas, das über Muskeln, Knochen und Gewebe hinausgeht.

Der Körper als Resonanzraum

In der Osteopathie suchen wir stets nach einem körperlichen Substrat – nach etwas Greifbarem, das die Qualität unserer Wahrnehmung trägt. Wir sprechen von feinen Flüssigkeitszirkulationen, von elektrischen Impulsen im Nervensystem, vom Stoffwechsel der Zellen.

All das sind reale, physische Prozesse – und doch sind sie so fein, dass sie an der Grenze des Wahrnehmbaren liegen. Ich fasse diese wahrnehmbaren Qualitäten gerne als den „Gewebeausdruck“ zusammen: als das, was der Körper mir mitteilt in einer osteopathischen Behandlung.

Osteopathie ist keine Esoterik, sondern verkörperte Wahrnehmung. Wir arbeiten mit Strukturen, mit Physiologie, mit Bewegung im weitesten Sinne. Und doch – die Grenze zwischen Struktur und Energie ist fließend. Worte sind hier zweitrangig. Entscheidend ist die Erfahrung: das Spüren, das Lauschen, die Veränderung.

Aufmerksamkeit als Wirkungskraft

Im Zentrum der osteopathischen Arbeit steht der Fokus.
Die ungeteilte Aufmerksamkeit für den Menschen, den ich berühre – für die Struktur, die ich spüre, für die Bewegung die sich zeigt. Diese Präsenz hat eine Qualität, die man nicht messen, aber deutlich erfahren kann.

Ich erlebe täglich, dass Gewebe, das in den Fokus der Aufmerksamkeit kommt, seinen Ausdruck verändert. Es wird weicher, rhythmischer, lebendiger. Etwas kommt in Fluss – nicht, weil ich etwas „mache“, sondern weil ich aufmerksam präsent bin.

Vielleicht gibt es kein physisches Substrat für Aufmerksamkeit. Und doch wirkt sie – unmittelbar, spürbar, ordnend.
In einer Welt, die ununterbrochen um unsere Aufmerksamkeit buhlt, ist die Fähigkeit, sie bewusst zu halten, eine wahre Gesundheitsressource.

Achtsamkeit in einer Kultur der Ablenkung

Unsere Gesellschaft lebt von Reizen. Wir scrollen, vergleichen, reagieren. Unser Geist ist ständig in Bewegung – aber selten still. Je mehr wir im Außen suchen, desto weniger hören wir das, was innen spricht. Achtsamkeit wird so zu einem Akt der Befreiung:ein bewusstes Innehalten, ein Zurückkehren zur stillen Präsenz, in der wir wieder spüren können, was wirklich wahr ist.

Genau das geschieht in der osteopathischen Behandlung. Im Lauschen, im Nicht-Tun, im Raum zwischen den Bewegungen.
Dort, wo der Körper sich selbst zu ordnen beginnt, weil er wahrgenommen wird.

Gibt es ein Substrat für Aufmerksamkeit?

Eine Frage, die sich schwer mit Ja oder Nein beantworten lässt.
In der klassischen Physiologie finden wir kein Organ, das Aufmerksamkeit „produziert“. Und doch verändert sie den Körper auf messbare Weise: Herzschlag, Atmung, Muskelspannung, Hirnströme – all das reagiert, wenn wir unsere Wahrnehmung bewusst lenken.

Die Neurowissenschaften beschreiben Aufmerksamkeit als ein Zusammenspiel neuronaler Netzwerke, chemischer Botenstoffe und rhythmischer Schwingungen. Doch sie erklären nur das Wie, nicht das Was. Denn die eigentliche Qualität der Aufmerksamkeit – dieses stille, wache Da-Sein – entzieht sich jeder Messung.

In der osteopathischen Erfahrung zeigt sich Aufmerksamkeit als etwas Lebendiges: Wenn ich den Fokus auf ein Gewebe richte, verändert sich dessen Ausdruck. Etwas kommt in Bewegung, ohne dass ich eingreife. Es ist, als ob der Körper auf das Bewusstsein antwortet – als ob er wahrgenommen werden will.

Vielleicht ist Aufmerksamkeit keine Substanz, sondern eine Beziehung. Eine Form von Energie, die zwischen Wahrnehmendem und Wahrgenommenem fließt. Sie ist kein „Etwas“, sondern ein Prozess des Verbundenseins – eine Brücke zwischen Körper und Bewusstsein.

Die alten Heiltraditionen wussten darum:
Qi folgt der Aufmerksamkeit.
Prana bewegt sich dorthin, wo Bewusstsein ist.
Auch in der osteopathischen Praxis erleben wir diese Wahrheit täglich – nicht als Theorie, sondern als Erfahrung.

In diesem Sinne ist Osteopathie eine Schule der Aufmerksamkeit. Sie lädt uns ein, uns selbst zu begegnen – jenseits von Konzepten und Diagnosen. In der Stille einer Behandlung darf sich das zeigen, was lange unbemerkt geblieben ist.

Denn was wir betrachten, wächst.
Was wir vergessen, verschwindet.

Aufmerksamkeit ist Energie in ihrer intelligentesten Form – Und vielleicht ist sie genau das Substrat, nach dem wir suchen: nicht stofflich, sondern lebendig, verbindend, schöpferisch wirksam.

Stress: Eine kleine Anleitung für Entspannung

Entspannung heißt: den Betriebsmodus wechseln. Vom Machen, Wollen, Bewerten hin zum einfachen Sein. Wenn der Kopf leiser wird, glätten sich auch die inneren Wellen; der Körper erinnert sich an Weichheit. Wir wechseln alle täglich unbewusst den Modus – jede Nacht. Wir können diesen Modus auch tagsüber, wach bewusst wählen!

Wege dahin gibt es viele: Yoga, Meditation, bewusste Atmung, Achtsamkeit (MBSR), Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Affirmationen, Mantras, Selbsthypnose, Visualisierungen, Bewegung, Sport, Beten. Nicht was du tust, ist entscheidend, sondern wie: freundlich, ohne Eile, mit deiner Aufmerksamkeit wie ein Taschenlampenlicht – wohin du sie richtest, dort wird es stiller.

Entspannung ist wie ein stiller Muskel. Sie wird nicht durch Wissen stark, sondern durch liebevolle Zuwendung. Sie wächst nicht allein durch Wissen, sondern durch Zuwendung. An manchen Tagen gelingt sie, an anderen nicht – beides ist in Ordnung. Wähle kleine Momente, atme und erlaube dir, da zu sein. Mit der Zeit wird der Weg vertraut. Bleib sanft. Bleib dran. 

Neurodivergenz: Besondere Wahrnehmung – Besondere Stärken

Manche Menschen erleben die Welt intensiver, denken anders oder fühlen tiefer. Diese Besonderheiten sind kein Defizit – sie sind Teil einer Vielfalt an menschlicher Intelligenz und Wahrnehmung.

Ein hochsensibles Nervensystem nimmt Reize und Stimmungen besonders stark wahr. Das kann überwältigend sein, ist aber auch eine Quelle für Empathie, Kreativität und Genauigkeit.

Aufmerksamkeitsbesonderheiten bringen Herausforderungen bei Struktur und Konzentration – gleichzeitig oft große Energie, Spontanität und die Fähigkeit ungewöhnliche Verbindungen zu sehen. Aufmerksamkeit kann in Wellen pulsieren – manchmal schwer zu bändigen, doch oft eine Quelle von Lebendigkeit. 

Menschen im Autismus-Spektrum verarbeiten Informationen auf ihre eigene, konsistente Weise. Klarheit, Ehrlichkeit und Fokus auf Details können ebenso zu den Stärken zählen wie das Bedürfnis nach Struktur und Echtheit.

Mentale Hocheffizienz – sprich ein besonders schnelles, vernetztes Denken ermöglicht innovative Ideen und tiefes Verständnis. Manchmal kann es jedoch zu Überforderung oder dem Gefühl führen „anders“ zu sein.

So unterschiedlich diese Ausdrucksformen erscheinen, sie alle haben mit einer besonderen Intensität beim Wahrnehmen, Denken und Fühlen zu tun.

Doch nicht immer finden diese Besonderheiten in der Kindheit und im Heranwachsen den Raum, den sie brauchen. Dies kann zu Unsicherheiten führen, zu Schwierigkeiten, Emotionen zu regulieren, zu Rückzug in die Stille oder zu Überanpassung an andere, zu sozialen Zweifeln, die wie autistische Züge wirken. Auch Anfälligkeit für Angst, Depression oder Traumafolgestörungen sind mögliche Folgen.

All diese Facetten erzählen nicht von Schwäche, sondern von Vielfalt. Ob Hochsensibilität, ADHS/ADS, mentale Hocheffizienz oder Autismus. Sie sind Ausdruck derselben Grundbewegung: die Welt nicht flach zu erleben, sondern unmittelbar, dicht und komplex. Was oft als „anders“ bezeichnet wird, ist in Wahrheit eine andere Form von Fülle.

Hier darf Intensität willkommen sein – als Teil lebendiger Menschlichkeit. Wir laden Sie ein, diese Besonderheiten nicht nur zu verstehen, sondern auch zu würdigen und Räume zu schaffen, in denen Echtheit, Tiefe und Vielfalt ihren Platz haben.

Sprechen sie uns gerne an oder buchen Sie online einen Termin.

Ihr OSDEA Team

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Anhaltende Schmerzen nach Bandscheibenvorfall – ein ganzheitlicher Blick

Viele Menschen leiden auch Monate oder Jahre nach einem Bandscheibenvorfall unter anhaltenden Rückenschmerzen. Deutsche Langzeitdaten zeigen: Rund 1 von 10 Patienten mit lumbaler Bandscheibenoperation berichtet auch nach fünf Jahren noch über starke Schmerzen. International liegen die Zahlen bei 15–25 % (nach zwei Jahren) oder bis zu 50 % (nach mehreren Jahren) je nach Studiendesign und Schmerzdefinition. (*)

Auch wenn eine Bandscheibenoperation strukturell meist erfolgreich ist, bleibt für viele Patienten der Schmerz. In der Schulmedizin ist dieses Phänomen bekannt als Postnukleotomie-Syndrom.

Dieser Artikel soll aufzeigen, wie ein ganzheitlicher Blick helfen kann, anhaltende chronische Schmerzen nach einem Bandscheibenvorfall besser zu verstehen, wirksam zu behandeln und so den oft entstehenden Frust bei Patienten wie auch Ärzten zu vermeiden.

Mehr als nur eine verletzte Bandscheibe

Wenn Schmerzen nicht verschwinden, obwohl die eigentliche Verletzung längst verheilt oder sogar operativ behandelt wurde, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Neben den bekannten körperlichen Ursachen wie Verschleiß oder Abnutzung spielen weitere Faktoren eine Rolle. 

Langanhaltende oder unzureichend behandelte Schmerzen hinterlassen Muster im Rückenmark und im Gehirn. Dadurch bleibt das Nervensystem in Alarmbereitschaft – Schmerzen können selbst ohne neue Verletzung auftreten.

Auch unsere Faszien speichern Belastungen. Diese bindegewebigen Strukturen sind dicht mit Schmerz- und Bewegungsrezeptoren durchzogen und gelten inzwischen als eigenes Sinnesorgan. Unter Stress oder chronischer Anspannung können Faszien verhärten, verkleben und so dauerhaft Spannungen festhalten. Studien zeigen, dass Faszien eng in die Schmerzverarbeitung eingebunden sind.

Die Psyche als Verstärker von Rückenschmerzen

Ein häufig unterschätzter Aspekt ist die Rolle der Psyche. Jeder Gedanke und jedes Gefühl hat eine körperliche Entsprechung. Angst, Stress oder innere Zerrissenheit erhöhen den Muskeltonus und erzeugen Spannungen, die Bandscheiben und Gelenke belasten. Besonders interessant sind die sogenannten Spannungsmuster: Das Start bzw. Streckmuster richtet uns auf und aktiviert, wenn wir Herausforderungen annehmen. Das Stop bzw. Beugemuster macht uns klein, wenn wir Angst haben und uns schützen wollen. Wenn beide Muster gleichzeitig wirken („ich will, aber ich kann nicht“ oder „ich soll, aber ich will nicht“), entstehen hohe Kompressionskräfte, welche Strukturen wie die Bandscheiben auf Dauer schädigen können. So erklärt sich, warum die Psyche indirekt einen Bandscheibenvorfall begünstigen kann.

Schmerzen verstehen, Angst verlieren

Viele Betroffene geraten in einen Teufelskreis: Sie deuten Schmerzen automatisch als Zeichen einer erneuten Verletzung und entwickeln Angst. Doch Schmerz bedeutet nicht zwangsläufig Schaden. Häufig ist er eine Schutzreaktion des Nervensystems. Ein besseres Verständnis über Schmerzentstehung kann bereits dazu beitragen, die Angst zu verlieren – und damit den Schmerz zu reduzieren. Hier setzt ein Schmerzcoaching an: Betroffene lernen alte Muster zu erkennen und einen positiven Umgang mit den Signalen des Körpers zu entwickeln.

Osteopathie, Coaching und Selbsthilfe

Ein ganzheitlicher Ansatz kombiniert verschiedene Ebenen: Osteopathie kann helfen, Spannungen im Bewegungsapparat zu lösen und die Beweglichkeit zu verbessern. Ein Schmerzcoaching unterstützt dabei, die innere Haltung zu verändern und Ängste abzubauen. Ergänzend gibt es einfache Selbsthilfetechniken, die zu Hause angewendet werden können. Faszientechniken und sanftes Dehnen helfen dabei gespeicherte Spannungen im Gewebe zu lösen. Ebenso hilfreich sind Atemübungen, die das Nervensystem beruhigen, den Parasympathikus aktivieren und damit den Muskeltonus senken. Schritt für Schritt gewinnt der Körper so wieder mehr Freiheit und Beweglichkeit zurück.

Fazit

Chronische Schmerzen nach einem Bandscheibenvorfall sind selten allein das Ergebnis einer beschädigten Bandscheibe oder einer fehlgeschlagenen Operation. Vielmehr wirken körperliche Strukturen, Psyche, Nervensystem und gespeicherte Spannungen zusammen. Wer dieses Zusammenspiel versteht, kann den Teufelskreis durchbrechen.

Ein ganzheitlicher Blick – kombiniert aus Osteopathie, Coaching und aktiver Selbsthilfe – eröffnet Betroffenen die Chance, das Vertrauen in den eigenen Körper zurückzugewinnen und selbst langjährige Beschwerden erfolgreich in den Griff bekommen.

Gerne unterstützen wir Sie dabei, neue Perspektiven zu gewinnen und konkrete Schritte in Richtung Schmerzfreiheit zu gehen. Sprechen Sie uns an oder buchen Sie online einen Termin.

Ihr OSDEA Team

Qellen: https://www.londonspine.com/incidence-of-low-back-pain-after-lumbar-discectomy-for-herniated-disc-and-its-effect-on-patient-reported-outcomes/?utm_source=chatgpt.com

Foto: von Daria Liudnaya über Pexels

Endometriose – Ein ganzheitlicher Blick auf eine stille Frauenkrankheit

Endometriose betrifft heute schätzungsweise jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter* – und die Tendenz ist steigend. Es handelt sich dabei nicht nur um eine körperliche Erkrankung, sondern um ein tiefgreifendes Zusammenspiel von Körper, Psyche, Emotion und Energie. Als Osteopath sehe ich immer wieder, wie vielschichtig dieses Krankheitsbild ist – und wie sehr es danach verlangt, gesehen und verstanden zu werden.

Was geschieht im Körper?

Bei Endometriose siedelt sich Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) außerhalb der Gebärmutter an – etwa an Eierstöcken, Darm, Blase, im Beckenraum oder in seltenen Fällen sogar in Gehirn oder Lunge. Obwohl diese Schleimhaut am „falschen Ort“ liegt, reagiert sie auf den monatlichen Hormonzyklus wie ihr Pendant in der Gebärmutter: Sie baut sich auf, blutet ab – aber kann nicht abfließen. Es entstehen Stauungen, Entzündungen, Schmerzen, Verklebungen.

Die betroffenen Frauen leiden oft unter starken Regelschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Verdauungsproblemen und manchmal auch unter unerfülltem Kinderwunsch.

Was steckt hinter den Symptomen?

Der Körper spricht – besonders dann, wenn wir ihn lange nicht gehört haben. Viele meiner Patientinnen mit Endometriose sind sehr engagierte, leistungsorientierte Frauen, die im Alltag „funktionieren“, Verantwortung tragen, oft für andere da sind – und dabei den eigenen weiblichen Rhythmus aus dem Blick verlieren.

Die Endometriose wird damit nicht selten zum Ausdruck unterdrückter Bedürfnisse, verschobener Grenzen und nicht gelebter Weiblichkeit. Die Krankheit „ver-rückt“ die Weiblichkeit – und fordert damit zur bewussten Rückverbindung auf.

In der Symbolsprache des Körpers kann Endometriose verstanden werden als Ausdruck von Weiblichkeit am falschen Ort: Der natürliche Zyklus – mit all seiner Weisheit – wird an Stellen ausgelebt, wo er nicht hingehört. So entsteht ein innerer Konflikt, der sich körperlich manifestiert.

Körper – Geist – Seele: Ein untrennbares Zusammenspiel

Der weibliche Körper folgt einem zyklischen Rhythmus – sensibel, intuitiv, dynamisch. Wird dieser Zyklus ignoriert, unterdrückt oder nicht gelebt, gerät das Gleichgewicht aus der Bahn. Gerade im Beckenraum – dem Zentrum weiblicher Kraft, Sexualität und Kreativität – speichert sich viel von dem, was „unausgedrückt“ bleibt: emotionale Spannungen, verdrängte Bedürfnisse, nicht geweinte Tränen, ungehörte Wünsche.

In der Osteopathie begreifen wir Gesundheit als harmonischen Fluss von Bewegung, Flüssigkeit und Energie. Wo sich dieser Fluss staut – etwa durch Verklebungen, Spannungsketten oder emotionale Blockaden – entstehen Beschwerden. Endometriose ist ein Paradebeispiel dafür.

Wie kann Osteopathie unterstützen?

Die Osteopathie bietet einen sanften, ganzheitlichen Zugang zur Endometriosebehandlung. Durch achtsame manuelle Techniken können Spannungen im Beckenraum gelöst, Verklebungen und fasziale Einschränkungen behandelt und der Fluss von Blut, Lymphe und Energie harmonisiert werden. Dabei stehen nicht nur die körperlichen Strukturen im Fokus, sondern auch das vegetative Nervensystem sowie emotionale Spannungsmuster, die sich im Gewebe gespeichert haben. Osteopathie versteht Beschwerden nicht als isolierte Störungen, sondern als Ausdruck eines aus dem Gleichgewicht geratenen inneren Rhythmus – und begleitet Frauen auf dem Weg zurück zu mehr Körperbewusstsein und Selbstverbundenheit.

Endometriose als Einladung zum Wandel

So belastend die Diagnose Endometriose ist – lädt sie doch auch dazu ein, sich die Frage zu stellen: Wie möchte ich meine Weiblichkeit leben? Nicht angepasst, nicht unterdrückt, nicht fremdbestimmt – sondern authentisch, kreativ, zyklisch, kraftvoll.

Manchmal bedeutet Heilung nicht, dass die Symptome sofort verschwinden. Sondern dass wir beginnen, uns selbst zuzuhören – mit Mitgefühl, mit Geduld, mit Achtsamkeit.

Als Osteopath begleite ich Frauen auf diesem Weg – mit Einfühlungsvermögen, Respekt und großer Faszination für die feinen Zusammenhänge zwischen Körper, Seele und Lebensweg.

Quellen: 

https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/endometriosis?

Der Körper – die Bühne des Unterbewusstseins

Die osteopathische Berührung bringt mehr in Bewegung als nur Muskeln und Gelenke

In der Osteopathie betrachten wir den Körper nicht nur als eine Ansammlung von Knochen, Muskeln und Organen – sondern als eine Bühne, auf der auch unterbewusste Prozesse sichtbar werden können. Das bedeutet: Was tief in uns schlummert – emotionale Erfahrungen, alte Spannungen, unverarbeitete Erlebnisse – kann sich im Körper ausdrücken.

Der Körper spricht – wir hören zu

Oft nehmen wir körperliche Beschwerden erst dann wahr, wenn sie uns im Alltag stören: Rückenschmerzen, Verspannungen oder Verdauungsprobleme. Doch manchmal ist der Ursprung dieser Symptome nicht rein körperlich, sondern hat tiefere, emotionale Wurzeln. In der osteopathischen Behandlung schenken wir dem Körper viel Aufmerksamkeit. Wir hören zu – mit den Händen. Durch feine, achtsame Berührung geben wir dem Gewebe die Möglichkeit, Spannung loszulassen und sich neu zu organisieren.

Berührung bewegt – auch innerlich

Über die sanfte osteopathische Berührung kann es geschehen, dass sich nicht nur körperliche Blockaden lösen, sondern auch innere Türen geöffnet werden. Das Unterbewusstsein tritt in Bewegung – alte Muster, verdrängte Gefühle oder Erinnerungen können sich zeigen. Manchmal geschieht das direkt während der Behandlung, manchmal auch in den Stunden oder Tagen danach.

Es kann also sein, dass Sie sich nach einer osteopathischen Behandlung leichter, emotionaler oder nachdenklicher fühlen. Vielleicht verspüren Sie das Bedürfnis nach Ruhe, oder bemerken eine Veränderung in Ihrer Stimmung. All das ist Teil eines Prozesses, in dem Ihr Körper und Ihr Innerstes miteinander in Dialog treten.

Heilung bedeutet auch: Sich erinnern dürfen

Diese Reaktionen sind ganz natürlich und ein Teil des Heilungsprozesses. Der Körper nutzt die Gelegenheit, um nicht nur Spannungen, sondern auch alte Erfahrungen loszulassen, die er vielleicht über Jahre gespeichert hat. Man könnte sagen: Der Körper erinnert sich – und wird gleichzeitig ein Stück freier.

Osteopathie – Sanfte Hilfe bei Migräne

Der Zusammenhang von Kopf und Becken

Migräne ist mehr als nur ein Problem des Kopfes. In der osteopathischen Therapie betrachten wir den gesamten Körper, um die Ursache von Beschwerden zu finden. Besonders spannend ist die Verbindung zwischen Kopf (Cranium) und Becken (Sacrum), die durch fasziale Strukturen und das zentrale Nervensystem eng miteinander verknüpft sind.


Warum ist das Becken so wichtig?

Das Becken – und insbesondere die Gebärmutter als Symbol der Weiblichkeit – spielt eine zentrale Rolle in der Osteopathie. Migräne kann durch ein Ungleichgewicht zwischen Kopf (Denken) und Becken (Fühlen) verstärkt werden.

Ziel der Behandlung: Die Dynamik im Becken stärken, Spannungen lösen und die Balance zwischen Kopf und Körper wiederherstellen.

Wirkung: Viele Patientinnen berichten nach der Behandlung von einer spürbaren Erleichterung ihrer Migränesymptome und einer verbesserten inneren Balance.

Die osteopathische Behandlung bietet einen geschützten Raum, in dem sich Körper und Geist entspannen können. Indem wir Spannungen lösen und den natürlichen Fluss des Körpers fördern, kann sich Ihr Körper regenerieren – und Ihre Migräne spürbar gelindert werden.

Osteopathie – Manuelle Empathie

Berührung in Zeiten von COVID- 19

Schöner und informativer Beitrag von Scobel 3-Sat zum Thema „Heilkraft der Hände“. Diskutiert wird über mögliche Wirkmechanismen manueller Therapien (u.a. der Osteopathie) und deren Relevanz bei der Gesundheitsversorgung.

Link: Beitrag online in der 3-Sat Mediathek

Wenn das Knie schmerzt!

Was hilft bei Kniegelenksarthrose? Podiumsdiskussion rund um das Thema „Kniegelenksarthrose“ beim Gesundheitsforum der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung und der Ärztekammer Hildesheim. Geladene Gäste am Donnerstagabend den 20.02.2020: Dr. Dorothea Mordeja (Allgemeinmedizin), Thomas Kiel (Osteopathie), Dr. Arnd Snakker (Chirurgie und Unfallchirurgie), Dr. Markus Beck (Chirurgie und Unfallchirurgie), Steffen Fuchs (Physiotherapie).

Foto HAZ Hildesheim